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Aktivierungs-Wohngruppe

Unser Angebot

Die Aktivierungs-Wohngruppe Kolk mit geringerer Betreuungsdichte richtet sich an Jugendliche ab dem  15. Lebensjahr, in Ausnahmefällten auch über das 18. Lebensjahr hinaus, die noch intensivere Begleitung, Unterstützung und Anleitung benötigen und für die ein Regelangebot noch nicht geeignet ist.

Die Jugendlichen sollten sich vorstellen können, in einer kleinen Gruppe (4 Plätze) in einem vertrauensvollen Rahmen zu leben.

 

Für wen geeignet?

Dieses koedukative Angebot ist besonders geeignet für Jugendliche, die u.a.

  • als Folge einer psychischen Störung von einer seelischen Behinderung, wie beispielsweise Entwicklungsstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten und damit von einer Beeinträchtigung ihrer sozialen Teilhabe bedroht sind
  • dem Personenkreis des § 35a SGB VIII zughörig sind und integrativ betreut werden sollten
  • unbegleitete minderjährige Asylsuchende sind
  • mangelhafte soziale Bewältigungsstrategien und Entwicklungsstörungen aufweisen
  • deren Situation geprägt ist von einer Beeinträchtigung ihrer sozialen Teilhabe und bei denen ein erzieherischer Bedarf für die altersangemessene Persönlichkeitsentwicklung besteht
  • intensive Begleitung zur Prävention und Entschärfung von Krisen benötigen
  • bei denen prognostisch zu erwarten ist, dass die im Hilfeplan vereinbarten kleinschrittig formulierten Ziele im gegebenen Setting der Aktivierungswohngruppe erreichbar sind

Ausschlusskriterien

  • bei prinzipieller Verweigung der Mitarbeit
  • bei hoher Gewaltbereitschaft
  • bei intensivem Drogenkonsum/-missbrauch
  • bei schwerer psychischer Erkrankung und akuter Suizidalität

 

Inhalte der Betreuung

Wir bieten mit einer Aufnahme in der Aktivierungs-WG eine längerfristig angelegte Hilfe mit Bezieungskontinuität und einem Bezugsbetreuersystem während des gesamten Hilfeporzesses. Im Vordergrund steht für uns der Aufbau einer vertrauensvollen und tragfähigen Beziehung unter Berücksichtigung einer alters- und entwicklungsgerechten Beteiligung des jungen Menschen, seinen Bedürfnissen, Wünschen, Möglichkeiten und Grenzen.

Unter Berücksichtigung dieser Kriterien sehen wir als primäre Ziele:

  • Biografiearbeit ("wir lernen zu verstehen")
  • Erlernen von Alltagskompetenzen
  • Entwicklung einer Tagesstruktur
  • Entwicklung von Sozialkompetenzen, die die Grundlage bieten, weitere Schritte und Ziele zu verfolgen:
  • die Übernahme von Verantwortung und Aufgaben
  • Anbindung an Beschäftigung, Schule
  • Anbindung an Therapie bei Bedarf / Wunsch
  • Überleitungen in andere Wohnformen zur weiteren Stabilisierung und Verselbstständigung, entsprechend unserem Stufenmodell

Ein interdisziplinäres Fallverstehen in Kooperation der jeweils beteiligten Personen auch vor Aufnahme in unserer Einrichtung ist uns wichtig.

Wir bieten hohe Präsenzzeiten der Fachkräfte, bedarfsorientiert in Früh- und Spätschichten, an Wochenenden und Feiertagen. Ein Rufbereitschaftsdienst ist im Träger sichergestellt.

Gruppen- und Erlebnispädagogische Angebote sollen Sozialkompetenzen und sinnvolle Freizeitgestaltung und neues positives Erleben fördern.

Die Aktivierungs-Wohngruppe ist auf einem Stufenmodell aufgebaut, welches eine Überleitung in andere Wohnformen im Träger ermöglicht und durch welches das Bezugsbetreuersystem trotz Wohnungswechsel erhalten bleibt.

 

 

Ibrahim ist begeistert von den neuen Sportgeräten. Hier seht ihr ihn am Sling Trainer und beim ersten Boxtraining. Sein neues Motto: "Nicht hängen lassen - lieber fit machen".

Erstes Training

Fotograf: Philpp Reich